Mittwoch, 31. Oktober 2012

Würde mit Herrn Steinbrück nicht der Bock zum Gärtner gemacht?


1,25 Millionen Nebeneinkommen! Er soll aber z.Z. auch nur einen Pensionsanspruch von 1.800,-€ haben, der Arme! (Eben auf der SPD Seite gelesen.) Dafür zahlen die Damen und Herren Politiker aber, meines Wissens, auch in keine Kasse ein – das schultern wohl auch wir Steuerzahler. Ein Hartz IV Empfänger darf 160€ (nach Abzug der Sozialabgaben) im Monat dazu verdienen auch wenn er 400,-€ netto verdient hätte…?

Die SPD stellt einen Kanzlerkandidaten auf, der alles andere als sozial eingestellt ist – es sei denn, es geht um sein eigenes Einkommen! Wer sagt uns denn, ob er nicht sogar bei einigen Firmen doppelt kassiert hat? Sitzt Herr Steinbrück nicht auch in diversen Aufsichtsräten? Kassiert er dann Geld für den Posten und für seine Vorträge?

Herr Steinbrück schwänzt als Minister Sitzungen im Bundestag in deren Verlauf auch abgestimmt wurde, um sehr gut dotierte Vorträge zu halten…?! Er verlangt, gemeinsam mit seinen Genossen, lauthals ,,mehr Transparenz“ was die Nebeneinkünfte der Abgeordneten betrifft und zieht sich bei seiner eigenen Offenlegung wie Kaugummi. Jetzt, nachdem zahlreiche Eskapaden in die Öffentlichkeit drangen, stellt er sich hin, mit einem gequälten Lächeln, als möchte er als gutes Beispiel vorangehen – glauben Sie auch noch an den Weihnachtsmann? 

Haben die Menschen wirklich schon vergessen, was uns die Rot/Grüne Koalition  vor einigen Jahren beschert hat? Das wäre ja unglaublich. Aber denken wir doch einmal zurück - hier einige Beispiele: Hartz IV, die Agenda 2010 und die auf dem > Grünen < Mist gewachsene Ökosteuer - was wir an Hand der ständig steigenden Benzin- und Energiekosten feststellen können. Und welche, vor der Wahl wohlweislich noch nicht ausgesprochenen, Überraschungen kämen 2013 auf uns zu? Und welcher dieser Politiker würde sich dieses mal schnell vom Acker machen, wenn die Karre wieder in den Dreck gefahren wird oder die Planlosigkeit sich wiederholt? Die SPD und Grünen Politiker versprechen jetzt vor jeder Kamera wieder das Blaue vom Himmel – was sie, sollten sie (hoffentlich nicht) die nächste Wahl gewinnen, natürlich auf Grund von Fehlern und Misswirtschaft der letzten Regierung, leider nicht umsetzen können. Und, nein – ich bin auch nicht damit einverstanden das unsere jetzige Regierung Milliarden ins südliche Europa pumpt die hier viel dringender gebraucht würden, aber könnte sich die SPD wirklich anders verhalten? Natürlich nicht! Von der Opositionsbank aus ist es leicht gegen alle Beschlüsse der regierenden zu schreien und die Bürger, die leider sehr uninformiert sind, auf ihre Seite zu ziehen. Aus meiner Sicht reine Polemik!

Alle Arbeitnehmer/innen die keine kontinuierliche Lohn/Gehaltserhöhung bekommen, alle Arbeitnehmer/innen die im Niedriglohnsektor und in sozialen Einrichtungen arbeiten, alle ehemaligen Arbeitnehmer/innen und somit Arbeit suchende > Hartz IV-ler < und natürlich nicht zu vergessen, alle Arbeitnehmer/innen die schon 45 Jahre in die Rentenkasse der Bundesrepublik eingezahlt haben und mit der Rentenkürzung, denn nichts anderes ist die Rente mit 67 oder gar 70 Jahren, nicht einverstanden sind, sollten doch wohl schlauer geworden sein, oder?
Dieser Beitrag könnte natürlich noch viel ausführlicher sein – aber ich möchte, das auch Sie sich Ihre eigenen Gedanken machen…?

Samstag, 21. Juli 2012

Bekanntmachung!

Seit einigen Tagen ist ,,Trauer, Trost und Lebensmut" auch als Ebook auf dem Markt.
Erhältlich bei: Projekte-Verlag.de (ich denke, leider etwas zu teuer, sorry)

Donnerstag, 12. Juli 2012

Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland

-Trotz der guten Zahlen unserer Bundesagentur für Arbeit geraten immer mehr junge Menschen in die Hartz IV Falle und somit in die Armut. 900.000 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren sind derzeit auf soziale Hilfen unseres Staates angewiesen. Eine Vielzahl der Jugendlichen, Statistiken sprechen von 300.000 jungen Menschen, beziehen Arbeitslosengeld oder befinden sich in Förderkreisen der Arbeitsagentur. Weiter ist zu lesen: Bei den jungen Menschen die bereits eine Armutskarriere vorzuweisen haben, ist leider feststellbar, das viele keinen bzw. einen sehr schlechten Schulabschluss haben. Diese schlechten Bildungschancen ist ein entscheidender Grund, warum viele Schulabgänger den Einstieg in die Berufswelt nicht finden. Somit führt der nächste Schritt automatisch in die Hartz IV Falle, aus der nur sehr wenige Jugendliche wieder herauskommen.-
Nachgelesen bei identmarket(ät) vom 19.02.2012

Wäre das nicht die Aufgabe unserer Bildungsministerin da endlich gegenzusteuern? Frau Schavan, sollten nicht erst einmal die hier im Lande lebenden jungen Menschen in Ausbildung und Arbeit gebracht werden bevor Sie –Entwicklungshilfe- in Spanien leisten? Genau diese –Entwicklungshilfe- braucht, meines Erachtens, unser Schulsystem. Nämlich Lehrpläne die unsere Kinder wirklich fit machen fürs Berufsleben. Zig Arbeitgeber schlagen seit Jahren die Hände über dem Kopf zusammen bei  Vorstellungsgesprächen und Eignungstests mit Haupt-und Realschülern, die meist nicht einmal die Grundrechenarten beherrschen oder einen Aufsatz fehlerfrei schreiben können. 

Unsere Politiker, egal welcher Partei sie angehören, machen uns zum Armenhaus für Europa. Nicht genug damit, dass sie zig Milliarden, die wir hier im Lande selbst sehr gut für Kitas, Schulen, Lehrer und Pflegepersonal brauchen könnten, um nur einige Beispiele zu nennen, nach Griechenland, Spanien  und wer weiß wo noch alles hingeben um dort, in erster Linie, Banken zu retten nein, jetzt sollen auch unsere Ausbildungs - und Arbeitsplätze ans europäische Ausland abgetreten werden. Was passiert hier in Deutschland? Zählt das eigene Volk denn gar nichts mehr? Oder, gibt es Deutschland vielleicht schon nicht mehr - sind wir schon Europa und haben es nur noch nicht gemerkt? Auweia, wenn das so weitergeht…!?

Wenn Sie auch eine Meinung dazu haben? Nur zu, sie interessiert mich.





Freitag, 23. März 2012

Neueröffnung im März 2012, das Buch - und Kunsthaus, BKC, in Halle

Das ist das schöne, sehr alte Gebäude, in der Großen Steinstraße in Halle, in dem sich das neue Buch - und Kunsthaus Cornelius, BKC, befindet.


















Der Verkaufsraum im Erdgeschoss ist großzügig, hell, sehr übersichtlich und modern gehalten. Darüber gibt es eine wunderschöne Galerie, ein Antiquariat und (bald) ein kleines Bistro. Im hinteren Gebäudeteil, das noch älter ist - aber nicht weniger charmant, befindet sich der Technikbereich.





Es war ein rundum schönes Wochenende in Halle. Das Beste daran war für mich aber - mein Buch steht in einer weiteren Buchhandlung im Regal! Bis dahin war es nur im >Bücherkoffer< in Geldern zu finden. Dieser Händler hatte sofort nach erscheinen des Buches, im April 2008, einige Exemplare in Kommission genommen - und verkauft. Ansonsten ist es natürlich nach wie vor über den Projekte-Verlag Cornelius GmbH und über den Internet-Buchhandel zu beziehen.
ISBN 978-3-86634-518-8
Preis: 12,50 €uro

Freitag, 16. März 2012

Eine fiktive Geschichte...

…oder doch nicht? Herr XY kommt zu einem Vorstellungsgespräch. Er hat sich auf ein Inserat, das ein caritatives Unternehmen ausgeschrieben hat, beworben. Der Personalchef begrüßt ihn und umschreibt die Aufgaben die auf Herrn XY warten. Der Bewerber hört aufmerksam zu und sieht schon den Traumjob vor seinem geistigen Auge. Im Laufe des Gesprächs möchte sein Gegenüber von ihm wissen, welche Fähigkeiten in ihm stecken, die für diese Aufgabe von sehr großer Bedeutung sind. ,, Fällt Ihnen zu dem Wort Empathie etwas ein“? Herr XY starrt an die Decke und überlegt – ,,das kenne ich gar nicht, wie schreibt man das“? Der Personalchef räuspert sich. ,, Was verstehen Sie unter sozialem Verhalten“? Der Bewerber antwortet sehr schnell ,,das habe ich bis jetzt noch nicht gebraucht“ ,,So, so. Wie halten Sie es mit der Hilfsbereitschaft“? Herr XY grinst und meint: ,,Nun, öh…ich helfe am liebsten mir selbst“ Sein Gegenüber fährt fort ,,Mit dem Wort Gerechtigkeit können Sie dann vermutlich auch nichts anfangen“?  Seine spontane Antwort: ,,Nein, die gibt es nicht“. ,, Nun Herr XY, für unser Unternehmen sind Sie nicht der richtige Mann. Menschen mit Ihren Fähigkeiten können nur in die große Politik oder ins Banken- Management gehen“.

Sonntag, 19. Februar 2012

Ein schwieriges und sensibles Thema

Obwohl seit einigen Jahren, in Fernsehfilmen und Talk-Shows, versucht wird unsere Gesellschaft dahingehend zu sensibilisieren sich mit dem Thema Tod zu beschäftigen, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das für viele Menschen (leider) immer noch ein Tabuthema ist... und bleibt? Natürlich, der Tod ist etwas Endgültiges - das ist bedrohlich und ruft Ängste hervor. Aber, der Tod gehört zum Leben - wer nicht gelebt hat, kann auch nicht sterben. (Der letzte Satz ist nicht von mir.)

In der Sendung Kölner Treff, am 20. Mai 2011, habe ich der Autorin Elke Gloor aufmerksam zugehört, als diese ihre, wie ich finde, sehr traurigen Erfahrungen dem Publikum und den Fernsehzuschauern mitteilte. In ihrem Buch "Sterben dürfen" welches sie in der Sendung vorstellte, beschreibt die Autorin nicht nur wie schwer es ist einem Angehörigen ein würdevolles sterben zu ermöglichen, sondern darüber hinaus, auch den Kampf gegen Institutionen und das Pflegeheim (in dem ihre Mutter lag) - bis hin zu ihrer Verhaftung.
Elke Gloor machte auch ausdrücklich darauf aufmerksam, wie wichtig eine ausführliche Patientenverfügung ist. Wer nicht, gegen seinen Willen, Wochen, Monate oder Jahre an lebenserhaltende medizinische Geräte angeschlossen sein möchte, sollte eine dementsprechende Verfügung hinterlegt haben. Sie erleichtert auch den Angehörigen,  ihre Aufgabe im Sinne des betroffenen Menschen zu erfüllen.

In Würde sterben dürfen müsste in unserer Gesellschaft eigentlich ein Grundrecht - und in Artikel 1: "Die Würde des Menschen ist unantastbar" verankert sein? Weit gefehlt! Kranke Tiere lassen wir nicht leiden, sie dürfen erlöst werden. Menschen die unheilbar krank sind, die nicht mehr leben möchten um sich ein langes dahinvegetieren und auf fremde Hilfe angewiesen sein zu ersparen, müssen sich bis zum letzten Atemzug quälen? Meiner Meinung nach, aber vielleicht sehe ich das nicht alleine so, wäre da längst die Politik gefordert. Obwohl, es sind wahrscheinlich eher die Lobbyisten der Pharmaindustrie, der medizinischen Gerätehersteller und nicht zuletzt die Kirche, die unsere Volksvertreter davon abhalten endlich, wie bei einigen unserer europäischen Nachbarn schon angewandt, passive Sterbehilfe zuzulassen.

Fazit : Das Gesundheitssystem krankt in sich selbst und immer mehr Menschen müssen gerade darunter leiden. Gesundheit ist heute schon ein "unbezahlbares" Gut - und sterben dürfen ein Privileg...?

Ich für meinen Teil habe eine sehr detaillierte Patientenverfügung verfasst, die die Ärzte in die Lage versetzen, der Allgemeinheit, sprich der Krankenkasse, viel Geld zu sparen.

Samstag, 18. Februar 2012

Die Revolution beginnt in Deinem Kopf...

Wie lange lassen wir uns das noch gefallen ohne uns hörbar zu wehren?
,,Überall im Land gehen die Menschen gegen die Macht von Banken und Finanzjongleure auf die Straße" 
(Quelle:www.occupy-duesseldorf.de/)

Auch Stphane Hessels (93 Jahre) Streitschrift „Empört Euch!“ bewegt die Welt. Mit eindringlichen Worten ruft er zum friedlichen Widerstand gegen die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft auf. Z.B. gegen die Diktatur des Finanzkapitalismus, Unterdrückung von Minderheiten und Umweltzerstörung auf unserem Planeten.
(Empört Euch! Erschienen im Ullstein Verlag 2011)

Jeden Samstag findet, in Düsseldorf, um 15.°° Uhr, eine angemeldete, lautstarke aber friedliche Demonstration statt. (Treffpunkt: vom Hauptbahnhof ausgehend, am DGB-Haus)
Auch wir haben daran teilgenommen – zugegeben zum ersten Mal – aber, ich denke besser spät als nie! Was mich allerdings etwas irritiert hat, war das, für diese Anzahl protestierender, hohe Polizeiaufkommen?! Diese Anzahl Beamten würde ich mir stattdessen täglich auf unseren Autobahnen wünschen. Warum? Um LKW-Fahrer und die Fahrzeuge die sie lenken besser und öfter zu kontrollieren. Täglich sieht und hört man in den Nachrichten von schweren Unfällen, meist mit Toten - verursacht durch übermüdete Fahrer oder technisch schlecht gewartete Lastzüge die in Stauenden rasen. Dort wären meiner Meinung nach permanente Kontrollen von Nöten! Nein, da gehen im Gegenteil, die verantwortlichen Politiker/innen hin und reduzieren die Polizeikräfte - und die Beamten die noch im Dienst sind, sollen es richten! Wie denn bitte?

Für Straßensperrungen hätten eigentlich, nach meinem dafürhalten, ein paar Motorräder gereicht. Oder hatten die verantwortlichen Polizeibehörden schon mit einer größeren Zahl von Teilnehmern gerechnet? Waren sie nur zu unserem Schutz so zahlreich präsent...? Oder, hatten die ersten Demos der vergangenen Samstage befürchten lassen, dass das größere Kreise zieht? So soll es eigentlich auch sein! Wenn jeder >,mündige und verärgerte Bürger< eine weitere Person ermutigen könnte, würde das auch gelingen!
Also, worauf warten wir noch – wenn nicht jetzt wann dann? Ein Fazit können wir, auch diejenigen Menschen die nicht studiert haben, doch aus den letzten Monaten ziehen:
Weder die verantwortlichen Politiker/innen noch die Bänker und Finanzjongleure haben aus dem letzten Crash gelernt! Sie dürfen anscheinend weiterhin, ohne das ihnen jemand richtig auf die Finger schaut, gierig und rücksichtslos spekulieren – denn, am Ende stehen nicht sie, sondern wir, die Steuerzahler dafür gerade.

Donnerstag, 9. Februar 2012

Vampire von Heute...

...sehen nicht mehr so gruselig und Angst einflößend aus wie wir sie aus Filmen und Comics kennen. Nein, die modernen Vampire, in die heutige sprache übersetzt, Blutsauger, Wucherer, erkennt man so schnell nicht mehr wie noch ihre ,,Vorfahren". Sie kommen in Anzug und Krawatte oder Kostüm mit Rüschenblüschen daher, stehen ihnen aber sonst in nichts nach. Im Gegenteil. Sie sind nicht so wählerisch – sie zapfen alle Menschen an und saugen sie fast bis auf den letzten Tropfen Blut aus -in Form von Steuern und anderen Abgaben die so manchen Schreibtischtätern, vielleicht im Traum während des Büroschlafs, einfallen...?

Davon ausgenommen sind nur Leute ihres Standes, Konzernchefs, Banken -und Wirtschaftsmanager etc...! Um nur ein aktuelles Beispiel zu nennen: Die NRW- Landtagsabgeordneten erhöhen ihre Altersvorsorge um monatlich 500,-€ und finden das angemessen. Was fällt uns dazu noch ein? Unverschämt, kaltschnäuzig, arrogant abgehoben und abgezockt? Vielleicht fallen Ihnen, lieber Leser, noch ein paar treffende Vokabeln dazu ein? Es gibt in unserem Land nicht wenige Rentner und  Witwen deren Renten nicht weit über diesem Betrag liegen und sie müssen davon einen Monat leben. Eigentlich müssten alle, die diese Ungerechtigkeit erdulden, wie zum Beispiel Rentner, Hartz IV Empfänger etc... und diejenigen, denen es einfach zuviel geworden ist, geschlossen zum Landtag nach Düsseldorf fahren und friedlich, aber Lautstark, demonstrieren. Ich stände in der ersten Reihe! Denn, ,,Wir sind das Volk“ (das haben uns die Bürger der ehemaligen DDR vorgemacht). Ohne uns könnte niemand regieren, oder? Ich möchte es sehen, wenn bei den nächsten Landtags-und Bundestagswahlen die,,Wähler“ einfach zu Hause blieben...? Sind wir einmal ehrlich, im Grunde ist es doch egal wen wir wählen - am Ende sind wir, die Bürger, doch immer die angeschmierten.

Montag, 28. November 2011

„Für die Arbeitnehmer ist’s paradiesisch“ ?

Dieses Zitat schlüpfte Ronald Pofalla, Bundesminister  für besondere Aufgaben, bei einem Besuch in einem Topfpflanzengroßhandel in Herongen, im Kreis Kleve, aus dem Mund. Nachzulesen in der Rheinischen Post, <Aus dem Gelderland> vom  12. Nov. 2011.

Herr Pofalla, auf welchem Planeten leben Sie?!

Als Arbeitnehmer, frage ich mich ernsthaft wo das Paradies für die arbeitende Bevölkerung ist? Wissen Sie wirklich wie es in den Firmen und Betrieben unseres Landes, aussieht?
Immer mehr arbeitswillige werden mit Zeitverträgen von 6, 12 und 24 Monaten eingestellt. Planungssicherheit? Das ist für die Arbeitnehmer, egal ob Angestellte, Facharbeiter oder ungelernte Kräfte, seit einiger Zeit nur noch  Wunschdenken. An vielen Arbeitsplätzen, da spielt es kaum noch eine Rolle ob es Groß, - mittelständische oder Kleinbetriebe sind, wird ein so enormer Zeitdruck aufgebaut, das viele Menschen, die letztendlich auch für den Fortbestand der Firmen durch ihrer Hände arbeit sorgen, körperlich und psychisch krank  auf der Strecke bleiben. Viele Beschäftigte fühlen sich nur noch als eine Nummer und werden behandelt als wären sie das letzte...! Ist das wirklich paradiesisch?
Ich selbst bin Maschinenfacharbeiter seit fast 45 Jahren, ohne Unterbrechung, im Berufsleben und habe schon einiges erlebt – gute und schlechte Zeiten. Aber das, was in den letzten ca.10 Jahren mit vielen Arbeitnehmern geschieht, könnte  schon >menschenverachtend< genannt werden.
Die Preise steigen kontinuierlich, aber wir sollen uns bei Lohnforderungen zurück halten und wie in den letzten Jahren mit einem >Butterbrot< zufrieden geben. Mit einem Durchschnittseinkommen, wie immer es auch statistisch berechnet wird, kann ein Familienvater eine Frau und  zwei Kinder nicht mehr alleine ernähren. Und, erreicht er nach 50 Jahren harter Arbeit dann seinen verdienten Ruhestand, geht es, nach Stand der Dinge, wahrscheinlich übergangslos in die viel diskutierte Altersarmut. Wieso? Vielleicht weil die Politiker  die erwirtschafteten Steuereinnahmen an Banken,  Finanzjongleure und ins verarmte europäische Ausland verschenkt hat, statt einen Teil davon in die Rentenkassen zurück fließen zu lassen? Nennen Sie das paradiesisch?

In den vergangenen Jahren konnten sich Zeitarbeitfirmen, in denen auch (leider) Facharbeiter für sehr wenig Geld arbeiten müssen, in unserem Land immer mehr ausbreiten. Man könnte es, in vielen Fällen, erlaubter Sklavenhandel nennen. Lohndumping ist ein strapazierter Slogan geworden. Da reden sich die Politiker/innen die Köpfe heiß über das Thema Mindestlohn – die Gewerkschaften tönen mit, ohne sich aber wirklich nennenswert und spürbar, für eine gerechte Bezahlung, für ihre (noch gebliebenen) Mitglieder einzusetzen. Ist das wirklich paradiesisch?

Wenn so das Paradies aussieht, haben die meisten Arbeitnehmer seit einigen Jahren die Hölle auf Erden!

Eigentlich müssten sowohl die verantwortlichen Damen und Herren der Landes- und Bundesregierung, als auch die Oppositionen, für einen Monat in die Firmen und Werke geschickt werden, um die Jobs ihrer Wähler zu machen  über die sie letztlich entscheiden - natürlich auch mit dem dazugehörenden Gehalt/Lohn.  Das wäre vielleicht lehrreich?!

Immer wieder hört man in den Medien von  Politikverdrossenheit der deutschen Bevölkerung und das die Menschen sich von den Politikern abwenden. Vielleicht sind das ein paar Gründe?:

Viele Politiker vergessen schon nach ein paar Monaten ihrer Vereidigung die Formel, die sie feierlich gesprochen haben. Sinngemäß: Ich schwöre, das ich meine Kraft dem Wohl des deutschen Volkes widmen, seinem Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen Jedermann üben werde...? Egal welcher Partei sie angehören – sie sind nicht ehrlich und halten sehr viele ihrer Wähler für dumm und unmündig. Das ist (hoffentlich) ein großer Fehler! Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

Sie sind schlechte Vorbilder - sie geben unqualifizierte Aussagen zum Besten ohne darüber nachzudenken oder beschimpfen auf die übelste Weise ihre Kollegen (siehe Herr Pofalla).
Politiker gehen nicht mit gutem Beispiel voran – (Lohnverzicht) sie nehmen die Erhöhungen ihrer Bezüge und Diäten ohne rot zu werden an und verlangen von der Bevölkerung sparen, sparen, und noch einmal sparen.
Viele haben nur ihre eigene Karriere im Blick und haben die Bedürfnisse ihrer Wähler aus den Augen verloren. Wenn das mal kein Bumerang wird?

Autor: Hubert Miesen



Dann wären da auch noch die Arbeitnehmer, die in Firmen arbeiten, die dem Arbeitgeber-Verband nicht angeschlossen sind und nicht einmal in den Genuss der Tariferhöhungen kommen? Sie haben keine Lobby und laufen mit ihrem Einkommen ständig Jahre hinterher! Falls sie es einmal wagen, nach einer Lohnerhöhung zu fragen bekommen sie nicht selten die Antwort: ,,Dann müssen Sie mehr Überstunden machen“. Da bleibt dann aber noch weniger Zeit für die Familie, und, was auch bedacht werden sollte und ziemlich demoralisierend ist, die Hälfte des Überstundengeldes landet nicht im eigenen Portemonnaie sondern im Steuersäckel! Ist das paradiesisch?

Wenn Sie, lieber Leser, dazu auch eine Meinung haben, schreiben sie doch einen Kommentar.

 

Samstag, 27. August 2011

Eine eigene Meinung haben? Ja. Sie öffentlich vertreten? Nein!

Spätestens jetzt, weiß auch Phillip Lahm dass so etwas nicht gefragt ist und schon gar nicht geduldet wird. Ich persönlich meine, wenn das, was er im Buch veröffentlicht hat, tatsächlich seine Erfahrungen und Einschätzungen sind,  hätte er sich auf keinen Fall entschuldigen müssen.
Das ein Herr Theo Zwanziger sich traut, in diesem Zusammenhang, von Verantwortung in der Öffentlichkeit zu sprechen, ist ja wohl der blanke Hohn! Wenn ich einmal kurz erinnern darf – es ist noch gar nicht so lange her, dass unser DFB-Chef Herrn Blatter wieder an die Spitze der UEFA gewählt hat, obwohl er, wahrscheinlich nicht nur meiner Meinung nach, genau über dessen Machenschaften, (Korruptionsvorwürfe betreffend) Bescheid wusste! Aber, in der Politik, im sportlichen Bereich sowie im ganz normalen Leben hat die Doppelmoral (leider) schon längst den Platz der Moral eingenommen.

Eine eigene Meinung zu haben und sie auch zu vertreten ist anstrengend und erfordert in der heutigen Zeit eine gehörige Portion Mut. Menschen, die sich trauen die Wahrheit zu sagen und Kritik zu äußern, werden meiner Erfahrung nach zu Außenseitern abgestempelt und brauchen ein dickes Fell. Die Gesellschaft braucht keine unbequemen Menschen, sie möchte, wie es den Anschein hat, lieber Duckmäuser und Ja sager und die Damen und Herren Politiker wünschen sich nur ganz, ganz viele Wahlschafe. Dann ist die Welt in Ordnung...?